Wo die Sonne am stärksten scheint, wächst auch die Klimatisierung: ein wichtiger Trend des World Energy Outlook 2025

Kühlung: Das neue Gleichgewicht zwischen Energiebedarf und -verfügbarkeit

Laut dem im November 2025 veröffentlichten World Energy Outlook 2025 [1] verändert sich die Geografie der globalen Energienachfrage grundlegend. Während in den letzten zehn Jahren der Anstieg des Verbrauchs vor allem aus Regionen mit geringer oder mittlerer Sonneneinstrahlung kam, wird in den nächsten Jahren das Gegenteil der Fall sein: 80 % des weltweiten Wachstums werden sich auf Gebiete mit mehr als 4,5 kWh/m²/Tag Sonneneinstrahlung konzentrieren – Indien, Südostasien, Afrika, Naher Osten, Lateinamerika. Und genau diese Gebiete, die der Sonne am stärksten ausgesetzt sind, verzeichnen die höchsten Tagestemperaturen: eine Kombination, die die Nachfrage nach Klimaanlagen explodieren lässt.
Die Kühlung wird so zu einem der wichtigsten Motoren für das globale Wachstum im Strombereich. In vielen Schwellenländern ist etwa ein Fünftel des Anstiegs des Stromverbrauchs auf die Kühlung zurückzuführen. Gleichzeitig verfügen diese Gebiete über das höchste Sonnenpotenzial der Welt: eine Kombination, die sowohl eine Herausforderung (Bewältigung von Lastspitzen) als auch eine Chance (Photovoltaik, die genau dann Strom produziert, wenn die Kühlung am meisten Energie benötigt) darstellt.

Für den HVACR-Sektor deutet dieses Szenario auf eine Zukunft hin, die sich stark von der bisherigen unterscheidet:

  • Die Nachfrage nach Kühlung wird sich dauerhaft auf Märkte mit höherer Sonneneinstrahlung und klimatisch anspruchsvolleren Bedingungen verlagern

  • Die Effizienz und Qualität der Anlagen werden für die Stabilität der lokalen Stromnetze entscheidend sein.

  • Die Integration von Kühlung und Solarenergie wird zu einer strategischen Kompetenz und nicht mehr nur zu einer Option.

Es ist ein eindeutiges Signal: Das physikalische Klima gestaltet das Energieklima neu, und die Kühlung steht im Mittelpunkt dieses Wandels. Wie wird dann die Kühlung in dieser neuen Energielandschaft aussehen?

Hier stellen sich Fragen: Wenn die Konvergenz von Sonne und Kühlung zum neuen globalen Standard wird, ist es dann nicht unvermeidlich, dass sich auch die Technologien ändern? Dass einige traditionelle Lösungen fehl am Platz sind? Dass Technologien an Bedeutung gewinnen, die Wärme oder Sonnenlicht als Antrieb nutzen und bei denen die Speicherung – sei es thermisch, elektrisch oder hybrid – zu einem strukturellen Bestandteil wird?

Und vor allem: Welche Rolle werden europäische Unternehmen in dieser sich abzeichnenden Konstellation spielen?

Eine strategische Frage, die es sich lohnt, sich heute zu stellen, wo sich die Trends deutlich abzuzeichnen beginnen.

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Wo die Sonne am stärksten scheint, wächst auch die Klimatisierung: ein wichtiger Trend des World Energy Outlook 2025

Kühlung: Das neue Gleichgewicht zwischen Energiebedarf und -verfügbarkeit

Laut dem im November 2025 veröffentlichten World Energy Outlook 2025 [1] verändert sich die Geografie der globalen Energienachfrage grundlegend. Während in den letzten zehn Jahren der Anstieg des Verbrauchs vor allem aus Regionen mit geringer oder mittlerer Sonneneinstrahlung kam, wird in den nächsten Jahren das Gegenteil der Fall sein: 80 % des weltweiten Wachstums werden sich auf Gebiete mit mehr als 4,5 kWh/m²/Tag Sonneneinstrahlung konzentrieren – Indien, Südostasien, Afrika, Naher Osten, Lateinamerika. Und genau diese Gebiete, die der Sonne am stärksten ausgesetzt sind, verzeichnen die höchsten Tagestemperaturen: eine Kombination, die die Nachfrage nach Klimaanlagen explodieren lässt.
Die Kühlung wird so zu einem der wichtigsten Motoren für das globale Wachstum im Strombereich. In vielen Schwellenländern ist etwa ein Fünftel des Anstiegs des Stromverbrauchs auf die Kühlung zurückzuführen. Gleichzeitig verfügen diese Gebiete über das höchste Sonnenpotenzial der Welt: eine Kombination, die sowohl eine Herausforderung (Bewältigung von Lastspitzen) als auch eine Chance (Photovoltaik, die genau dann Strom produziert, wenn die Kühlung am meisten Energie benötigt) darstellt.

Für den HVACR-Sektor deutet dieses Szenario auf eine Zukunft hin, die sich stark von der bisherigen unterscheidet:

  • Die Nachfrage nach Kühlung wird sich dauerhaft auf Märkte mit höherer Sonneneinstrahlung und klimatisch anspruchsvolleren Bedingungen verlagern

  • Die Effizienz und Qualität der Anlagen werden für die Stabilität der lokalen Stromnetze entscheidend sein.

  • Die Integration von Kühlung und Solarenergie wird zu einer strategischen Kompetenz und nicht mehr nur zu einer Option.

Es ist ein eindeutiges Signal: Das physikalische Klima gestaltet das Energieklima neu, und die Kühlung steht im Mittelpunkt dieses Wandels. Wie wird dann die Kühlung in dieser neuen Energielandschaft aussehen?

Hier stellen sich Fragen: Wenn die Konvergenz von Sonne und Kühlung zum neuen globalen Standard wird, ist es dann nicht unvermeidlich, dass sich auch die Technologien ändern? Dass einige traditionelle Lösungen fehl am Platz sind? Dass Technologien an Bedeutung gewinnen, die Wärme oder Sonnenlicht als Antrieb nutzen und bei denen die Speicherung – sei es thermisch, elektrisch oder hybrid – zu einem strukturellen Bestandteil wird?

Und vor allem: Welche Rolle werden europäische Unternehmen in dieser sich abzeichnenden Konstellation spielen?

Eine strategische Frage, die es sich lohnt, sich heute zu stellen, wo sich die Trends deutlich abzuzeichnen beginnen.