Presseinformationen
Mai 2012
Visionen für die Kälte-, Klima- und Wärmepumpenbranche
- Wichtiger Beitrag zum Klima- und Umweltschutz
- Energienetze der Zukunft bauen auf den Kältekreislauf
Die Verknappung fossiler Ressourcen, steigende Energiepreise und ein gestiegenes Umweltbewusstsein stellen die modernen Industriegesellschaften vor neue Herausforderungen. Immer mehr Länder erlassen deshalb strenge gesetzliche Vorgaben zur Energieeinsparung. So sieht beispielsweise das Energiekonzept der Bundesregierung vor, bis 2020 eine Reduktion von zehn Prozent der bisher benötigten Elektroenergie zu erreichen. Die Europäische Union strebt bis 2020 den Ausbau der erneuerbaren Energien auf einen 20-prozentigen Anteil an. Die Kälte-, Klima- und Wärmpumpentechnik ist ein Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung solch ambitionierter Ziele: Einsparungen beim Kühlen und Klimatisieren wirken sich massiv auf den Gesamtstrombedarf aus, zu dem der Bereich mit 15 Prozent beiträgt. Außerdem verspricht die intelligente Vernetzung der Kältetechnik im Smart Grid, fluktuierende erneuerbare Energien bedarfsgerecht nutzbar zu machen.
Beitrag der Kälte- und Klimatechnik zum Umweltschutz
Weltweit stecken staatliche Regularien den Rahmen für zukünftige Branchentrends ab. In Europa wie in den USA, Russland, Japan und weiteren Ländern sehen sich die Hersteller von Komponenten und Anlagen zunehmend mit detaillierten Umweltschutz-Regelungen konfrontiert, die sie durch Produktverbesserungen erfüllen. Zum einen sind mittlerweile zahlreiche leistungsfähige Kältemittel auf dem Markt, die sich klimaneutral verhalten. Zum anderen steigern die Ingenieure die Effizienz von Bauteilen und Systemen, indem sie Toleranzen minimieren und Gerätesteuerungen optimieren.Hohes Einsparpotenzial
Das Einsparpotenzial von Kältemaschinen geht aber weit über die Produktebene hinaus: In der Anwendung liegt ein noch größeres Potenzial, wenn die Kältemaschine nicht nur für die Kälteerzeugung genutzt wird. „In Zeiten steigender Energiepreise und gestiegenem Umweltbewusstsein geht der Trend hin zur Nutzung beider Wärmeströme des Kältekreislaufes. Die Kälte dient beispielsweise für die Rückkühlung von gewerblicher oder industrieller Abwärme, während die Wärme für Produktionsprozesse eingesetzt werden kann. So ausgelegte Systeme nutzen die Ressourcen optimal aus und senken zudem die Betriebs- und Investitionskosten“, erklärt Dr. Rainer Jakobs, Koordinator des Chillventa Fachprogramms.Herausforderung und Chance: Energienetze der Zukunft
Im Zuge des Paradigmenwechsels hin zu erneuerbaren Energien stehen die weltweiten Stromnetze vor tiefgreifenden Veränderungen. Dezentrale Einspeisung und die mit der Solar- und Windenergieerzeugung verbundenen Lastspitzen stellen erhebliche Anforderungen an die Energieinfrastruktur von morgen. Eine der größten Herausforderungen bei ihrer Gestaltung ist die Frage, wie Strom aus fluktuierenden erneuerbaren Energien am besten genutzt werden kann. Große Strommengen, die punktuell zum Zeitpunkt der Erzeugung entstehen, können im derzeitigen Netz nur unzureichend gespeichert werden. Kostenintensive Leistungsspitzen sind die Folge. „Gerade der Kältekreislauf eignet sich hervorragend für die lastabhängig gesteuerte Kälte- und Wärmeerzeugung und kann unter Ausnutzung von Speichereffekten die erneuerbaren Energien in das bestehende System integrieren“, so Dr. Jakobs weiter.Kompetenz der Kälte- und Klimabranche gefragt
Die Speicherung thermischer Energie in gekühlten und beheizten Gebäuden ist ein wirksamer Ansatz, um die zeitliche Entkopplung von Energieerzeugung und -verbrauch zu realisieren. Kältemaschinen und Wärmepumpen spielen damit eine tragende Rolle in zukünftigen Energienetzen. Beispielsweise erlaubt die Kombination aus reversibler Wärmepumpe und Betonkernaktivierung das Beladen der Gebäudestruktur mit Wärme- oder Kälteenergie, während große Strommengen im Netz verfügbar sind. Die Wärme- oder Kälteabgabe erfolgt jedoch zeitversetzt und sorgt so nicht nur für ein dauerhaft angenehmes Raumklima, sondern entlastet auch das Stromnetz und vermindert die Umweltbelastung.Kälte und Klima goes Smart Grid?
Voraussetzung für die lastabhängige Aktivierung ist die Vernetzung der Kälte- und Klimatechnik im so genannten Smart Grid, dem digital kommunizierenden Verbund von Stromerzeugern, Speichern und Verbrauchern. „Die Branche kann auf dem noch jungen Markt eine Vorreiterrolle übernehmen und sich mit innovativen Lösungen erfolgreich positionieren“, blickt Dr. Jakobs in die Zukunft.Alle Aussteller und ihre aktuellen Produktinformationen finden Sie unter:
www.ask-chillventa.de
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